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Ich bin noch da, wenn auch selten hier.
Ich fahr nicht gern nach Hause; es ist nicht mein zu Hause. Es ist kalt hier. Ich fühl mich nicht wohl.
Dieser Zustand geht nicht auf Dauer und er dauert schon viel zu lange.
Ich arbeite viel und brauche einen Ort, auf den ich mich freuen kann, wenn ich Feierabend habe.
Dieser Ort wäre einfach nur ein Ort ohne meinen Mann, aber er geht nicht. Er hockt fest. Manchmal tut er mir leid; gefangen in der Midlifecrisis.
Ich suche ganz offen im Internet nach dem, was er mir nicht mehr geben will. Ich erinnere ihn zu sehr an sein Altwerden.
Ich hole nach und habe kein schlechtes Gewissen.

Ihm geht es gut, wir sehen uns ab und zu, unregelmäßig. Seine Frau kontrolliert ihn. Nachdem sie ihn selbst lange Zeit betrogen hat, kennt sie die Tricks. Jetzt versucht sie ihn an sich zu fesseln. Er ist hin- und hergerissen; genießt ihre Aufmerksamkeit und ist auch abgestoßen von der Enge, die er dadurch erfährt.
Vor 2 Wochen trafen wir uns wieder am Rhein.
Ich wollte wissen, ob er irgendwann mit ihr Kinder haben wird. Er verneinte. Sie wäre keine Frau, mit der man Kinder haben möchte.
Ich verstehe ihn nicht. Warum bleibt er dann bei ihr? Was hält ihn? Er konnte mir keine Antwort darauf geben. Ein Professor der Chemie konnte mir keine Antwort geben.
Gefühle sind eine seltsame Sache.
Ich mag ihn immer noch. Wir hatten uns monatelang nicht gesehn und wenn wir uns treffen, ist es so, als wäre es erst wenige Tage her. Zeit spielt keine Rolle. Er ist mir vertraut und ich ihm.
Wir redeten , lachten, sahen den Schiffen zu,die vorbeifuhren.
Er küsste mich und es war wie immer. Zwanglos, zärtlich, entspannend.
Eine stressfreie, wenn auch zu seltene Entspannung.
Ich möchte ihn nicht in Stress seiner Frau gegenüber bringen, genieße aber die wenigen Stunden mit ihm.
Er weiß, dass ich weiter suche, nach Ersatz für ihn. Es ist nicht einfach; er hat meine Messlatte sehr hoch gesetzt.
Männer sind manchmal wirklich kompliziert, vor allem suchende Männer.
Das eine oder andere Mal hab ich mit Männern Kaffee getrunken. Zwei mal hatte ich Sex, Sex der eigentlich keiner war. Es fehlte was. Ein Gefühl von Geborgenheit vielleicht, Vertrauen, ich kann es nicht erklären. Ich suche einfach weiter.
Entweder ich finde, oder ich höre einfach damit auf, ich weiß es nicht.
Ich habe einfach nur Glück, dass ich abgelenkt bin durch meine Kinder, meinen Job, meine Freunde.
Manche Dinge, die heute noch unerträglich sind, stellen sich morgen als erträglich dar.
Meine Stimmungsschwankungen erkläre ich innerhalb der Familie als Wechseljahressymptome und jeder akzeptiert dies, hinterfragt nicht. Das ist gut so.
Die Zeit wird es regeln, tut sie immer.
18.5.06 00:28
 


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