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Im Garten steht ein Berg von Erinnerungen, verpackt in Kisten und Tüten; ich habe die Aufgabe diese zu sortieren, zu trennen...30 Jahre Beziehung/Ehe müssen sortiert werden. Sie waren zwischengelagert in einer Garage, all die Dinge, die hier in meiner Wohnung und der meines Exmannes keinen Platz hatten. Sie wurden mir gestern in den Garten gestellt, damit ich entscheide was mit ihnen geschieht. Der Auftakt zum Finale; die Scheidung läuft und bis Ende des Jahres ist auch meine Ehe nur noch Geschichte.
Ob es gut ist, weiß ich noch nicht, auf jeden Fall ist dann ein großes Kapitel endgültig abgeschlossen.
Im Moment drücke ich mich davor, vor dem Ausmisten, vor den Gefühlen, die kommen werden.
Aber es ist was dran: man muss etwas beenden, um etwas Neues beginnen zu können.
29.10.09 14:04


Über 3 Jahre ist mein letzter Eintrag her, erstaunlich.
Beim Ausmisten meines mailaccounts wurde ich an diesen Blog erinnert und das Passwort, welches ich damals vergeben habe, ist mir sofort wieder eingefallen.
Dabei hätte ich oft Gründe und Gelegenheit gehabt, hier zu schreiben. Es ist viel passiert.
Die Trennung von meinem Mann vor 2,5 Jahren war das Einschneidenste mit all seinem Chaos.
Meine berufliche Neuorientierung, mein Kampf ums Überleben, mein Gefühlschaos, meine Sehnsucht und meine Liebe.
Vielleicht werde ich über sie schreiben, ich brauche einen Raum, um mich und sie zu ordnen, ob dieser Blog richtig ist, weiß ich noch nicht, vielleicht brauche ich Zuspruch und Kritik in Form von Kommentaren...
Ich werde darüber nachdenken.
29.10.09 13:24


Ich bin noch da, wenn auch selten hier.
Ich fahr nicht gern nach Hause; es ist nicht mein zu Hause. Es ist kalt hier. Ich fühl mich nicht wohl.
Dieser Zustand geht nicht auf Dauer und er dauert schon viel zu lange.
Ich arbeite viel und brauche einen Ort, auf den ich mich freuen kann, wenn ich Feierabend habe.
Dieser Ort wäre einfach nur ein Ort ohne meinen Mann, aber er geht nicht. Er hockt fest. Manchmal tut er mir leid; gefangen in der Midlifecrisis.
Ich suche ganz offen im Internet nach dem, was er mir nicht mehr geben will. Ich erinnere ihn zu sehr an sein Altwerden.
Ich hole nach und habe kein schlechtes Gewissen.

Ihm geht es gut, wir sehen uns ab und zu, unregelmäßig. Seine Frau kontrolliert ihn. Nachdem sie ihn selbst lange Zeit betrogen hat, kennt sie die Tricks. Jetzt versucht sie ihn an sich zu fesseln. Er ist hin- und hergerissen; genießt ihre Aufmerksamkeit und ist auch abgestoßen von der Enge, die er dadurch erfährt.
Vor 2 Wochen trafen wir uns wieder am Rhein.
Ich wollte wissen, ob er irgendwann mit ihr Kinder haben wird. Er verneinte. Sie wäre keine Frau, mit der man Kinder haben möchte.
Ich verstehe ihn nicht. Warum bleibt er dann bei ihr? Was hält ihn? Er konnte mir keine Antwort darauf geben. Ein Professor der Chemie konnte mir keine Antwort geben.
Gefühle sind eine seltsame Sache.
Ich mag ihn immer noch. Wir hatten uns monatelang nicht gesehn und wenn wir uns treffen, ist es so, als wäre es erst wenige Tage her. Zeit spielt keine Rolle. Er ist mir vertraut und ich ihm.
Wir redeten , lachten, sahen den Schiffen zu,die vorbeifuhren.
Er küsste mich und es war wie immer. Zwanglos, zärtlich, entspannend.
Eine stressfreie, wenn auch zu seltene Entspannung.
Ich möchte ihn nicht in Stress seiner Frau gegenüber bringen, genieße aber die wenigen Stunden mit ihm.
Er weiß, dass ich weiter suche, nach Ersatz für ihn. Es ist nicht einfach; er hat meine Messlatte sehr hoch gesetzt.
Männer sind manchmal wirklich kompliziert, vor allem suchende Männer.
Das eine oder andere Mal hab ich mit Männern Kaffee getrunken. Zwei mal hatte ich Sex, Sex der eigentlich keiner war. Es fehlte was. Ein Gefühl von Geborgenheit vielleicht, Vertrauen, ich kann es nicht erklären. Ich suche einfach weiter.
Entweder ich finde, oder ich höre einfach damit auf, ich weiß es nicht.
Ich habe einfach nur Glück, dass ich abgelenkt bin durch meine Kinder, meinen Job, meine Freunde.
Manche Dinge, die heute noch unerträglich sind, stellen sich morgen als erträglich dar.
Meine Stimmungsschwankungen erkläre ich innerhalb der Familie als Wechseljahressymptome und jeder akzeptiert dies, hinterfragt nicht. Das ist gut so.
Die Zeit wird es regeln, tut sie immer.
18.5.06 00:28


Eigentlich gibt es nicht viel zu schreiben, mein Leben geht einfach weiter, ohne gro?e Ver?nderungen.
Ich treffe ihn v?llig unregelm??ig, als Freund, Gespr?chspartner. Er ist zu seiner Frau zur?ckgegangen, sie haben sich arrangiert.
Er hat ihr von mir als Chatterin aus dem Internet erz?hlt, wir haben uns getroffen, sind essen gegangen, und sie wusste es, rief zwischendurch an, war eifers?chtig auf mich, ohne zu wissen, wie gut wir uns kennen.
Ich hab mich f?r ihn gefreut.
Er muss mich immer noch ber?hren, wenn wir uns sehen, vorsichtig, z?rtlich, liebevoll.
Beim letztenmal brachte er mich wie immer zu meinem Auto, es stand in einer kleinen Seitenstra?e.
Ich umarmte ihn zum Abschied, k?sste ihn.
Wir konnten nicht anders, k?ssten uns auf der Stra?e, streichelten uns, gelehnt an mein Auto. Es wurde sehr intensiv und es war uns egal, dass wir von Passanten beobachtet wurden. Nach einiger Zeit setzten wir uns in mein Auto und brachten uns gegenseitig zum H?hepunkt. Ich genoss es nach so vielen Monaten wieder sch?nen Sex zu haben, wenn auch der Ort nicht gerade passend war.
Ab und zu schreibt er mir eine sms, ich antworte immer, schreibe aber von alleine nicht, m?chte nicht, dass seine Frau etwas mitbekommt.
Gefreut hab ich mich besonders ?ber eine sms aus Zypern im Herbst; er war dort in Urlaub und musste an mich denken.
Es ist sch?n, ihn noch zu haben, und wenn es mir richtig schlecht geht, kann ich in mein Auto steigen und zu ihm fahren, einfach so. Aber das habe ich bisher nicht getan, m?chte ich auch nicht, aber es zu k?nnen ist ein gutes Gef?hl.
Meine Ehe ist immer noch offiziell beendet, inzwischen haben wir es auch den Kindern gesagt, sie kommen damit klar.
Wir wohnen weiterhin zusammen, als Wohngemeinschaft, es ist finanziell einfacher f?r beide und funktioniert auch bisher.
Wir schlafen getrennt, k?mmern uns gemeinsam um den Haushalt und die Kinder.
Freunde wissen Bescheid, akzeptieren es, wir werden weiterhin gemeinsam eingeladen.
Wir zanken, vertragen uns auch wieder, es sind einfach so furchtbar viele Jahre, die wir schon zusammen sind, und die meisten davon waren gut.
Ich habe in den letzten Monaten wieder angefangen, nach einem Mann zu suchen, der mir das geben kann, was ich suche. Es ist nicht einfach. Mit 3 M?nnern habe ich mich getroffen, mit 2 davon mehrmals und auch mit ihnen geschlafen, aber es war nicht das, was ich suche.
Ich nehme "ihn" als Ma?stab, nicht meinen Ehemann, und es ist schwer, Ersatz zu finden.
Im Moment wei? ich einfach nicht, ob ich weitersuchen soll oder mein Leben als Frau bis zu Ende leben und auf Sex verzichten soll.
Ich wei? nur, dass ich im letzten Jahr ziemlich gealtert bin, physisch wie psychisch, aber noch nicht zur Ruhe gekommen.
Das ist auch gar nicht so einfach.
Aber die Suche zerm?rbt.
Ich rauche zuviel, bin seit Wochen erk?ltet, schlafe schlecht, arbeite zuviel, meine Augen sind schlechter geworden, mein R?cken schmerzt, ich lache zu wenig, das best?tigen mir die Falten, die dazu gekommen sind und die Ringe unter den Augen.
Ich tu mich schwer, mich zurecht zu machen, zwinge mich dazu, werde nachl?ssig und nichts hasse ich mehr, als schlampig zu sein, was mein ?u?eres betrifft, aber manchmal denke ich: wozu eigentlich noch?
Ich esse, worauf ich Lust habe, egal , ob gesund oder nicht, ob kalorienreich oder nicht, trinke zu viel Kaffee, viel zu viel.
Manchmal dreht es in meinem Kopf, ich denke, ich werde langsam etwas ?ndern m?ssen, ewig wird das nicht gutgehen, so jung bin ich schlie?lich nicht mehr.
Ich muss jetzt ins Bett, ich bin m?de, der Tag war lang, wie das ganze Wochenende.
Ich w?rde so gern mal wieder ?ber 500 km fahren, um auf einem Bauch zu liegen und dabei fernsehen. 3 Videos von Ally stehn hier im Schrank, von mir ersteigert bei Ebay, und vergessen, dass ich keinen Videorekorder mehr hab.




14.11.05 01:32


Ich bin noch da und werde weiterschreiben. Morgen oder ?bermorgen. Es geht mir gut.
6.10.05 01:11


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